Meilenstein
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Platzhalter-Bild Platzhalter-Bild Alte Schule Friesenrath Schützenhaus Friesenrath_01

St. Hubertus Schützenbruderschaft Friesenrath e.V.

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675 Jahre Friesenrath 1134 - 2009

Friesenrath 272m über NN


Schützen

Friesenrath gehört zur Pfarrgemeinde Hahn, so dass Friesenrather Bürger sich früher der Schützenbruderschaft in Hahn anschlossen. Das Bestreben zur Eigenständigkeit führte 1911 zur Neugründung der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Friesenrath.

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Gründer waren damals: Josef Weber, Jakob Gier, Leo Renardy, Johann Brammertz, Jakob Esser, Christian Zimmermann, Wilhelm Wagemann, Peter Wilhelm Koch, Johann Schilder und Peter Schumacher.

1. Vorsitzender: Josef Weber, Kommandant: Peter Wilhelm Koch.

1912 nahmen die Friesenrather am Schützenfest des Münsterländischen Schützenbundes in Walheim teil.

Die Friesenrather errangen den 1. Preis und den Bundespreis, sowie das Ehrenkreuz durch den 1. Vorsitzender Josef Weber.

 Im Jahre 1913 wurde in Friesenrath die erste Kirmes von der Schützenbruderschaft, auf der “Krotter Wiese” abgehalten.

Durch den 1. Weltkrieg kam das Vereinsleben der aufstrebenden Bruderschaft zum Erliegen und erst 1921 lebte das Schützenwesen wieder auf. 1. Vorsitzender war wieder Josef Weber.

Die Pflege und Entwicklung des Schießsports hatte einen besonderen Stellenwert. Bei Schützenfesten, die rege besucht wurden, konnten gute Platzierungen erreicht werden und die kleine Bruderschaft fand Anerkennung im Schützenbund.

1925 wurde Peter Weber 1. Vorsitzender. In diesem Jahr bekamen die Friesenrather die Fahne, die auch heute noch bei jedem Umzug den Verein führt und schmückt.

Bis zu diesem Zeitpunkt zogen die Friesenrather Schützen noch mit der alten Fahne, die bei anderen Vereinen und auch innerhalb der eigenen Reihen „der Schlep“ (das Hemd) genannt wurde, weil sie nur aus dünnem Leinenstoff war. Für die Finanzierung der Fahne haben die Schützen Jakob Weber und Heinrich Pütz über Monate bei den Friesenrather Einwohnern gesammelt. Das Motiv, der hl. Hubertus im Wald bei der Jagd kniend vor dem weißen Hirsch, hat der damalige Vorsitzende Peter Weber besorgt.

Ständige Konkursschützen waren: Josef Weber, Willi Weber, Peter Weber, Peter Wilhelm Koch, Peter Schmitz, Josef Mirbach, Wilhelm Wagemann und Jakob Gier.

1931 1. Vorsitzender Johann Kuck
1934 1. Vorsitzender Heinrich Houck

Durch die politischen Ereignisse und auf Druck der damaligen Machthaber, mussten unsere Aktivitäten 1938 eingestellt werden. Durch die Kriegsereignisse sind viele Belege und Urkunden verloren gegangen. Dank des mutigen Einsatzes einzelner Bürger konnten u.a. das Königssilber und die Vereinsfahne gerettet werden. Aber schon bald nach Ende des Krieges, regte sich der Wunsch das Schützenwesen in Friesenrath neu zu beleben.

 So fanden sich 1948 die ersten Schützen zur Neugründung der Bruderschaft zusammen. 1.Vorsitzender 1948: Georg Lauscher.

Natürlich muss bei einer Schützenbruderschaft der Königsvogelschuss abgehalten werden, was bei dem damaligen Schusswaffenverbot eine besondere Schwierigkeit bedeutete. Kurzerhand wurde eine Baumwurzel als Vogel auf eine Stange gestellt und die Schützen „schossen“ mit Steinen aus dem Kalksteinbruch. Nach vielen Versuchen und durch einen gezielten Wurf von Fritz Schumacher (er warf für Peter Prickartz), musste der „Vogel“ den stolzen Platz auf der Stange verlassen und mit Peter Prickartz hatten wir nach Jahren wieder einen Schützenkönig, den sogenannten „Steinkönig“. Dieser wurde dann auch anschließend gebührend gefeiert.

Im selben Jahr wurde auch wieder Kirmes in Friesenrath gefeiert. Wenn es sich um eine bescheidene Veranstaltung gehandelt hat, so war es doch ein weiterhin sichtbares Zeichen, dass die Lebensfreude der Friesenrather Bürger nach all den Jahren der Entbehrung wieder erwacht war.

Für die Kirmes wurde aus alten Brettern ein Tanzboden gezimmert und vor der Gaststätte Tournay aufgebaut. Hier feierte man mit viel selbstgebranntem Schnaps und schlechtem Nachkriegsbier die erste Kirmes. Zum Tanz spielten ein paar Blasmusikanten. Die Lebensfreude der Friesenrather war nach all den Jahren der Entbehrung wieder erwacht. Mit der langsam besser werdenden Zeit wurde auch die Friesenrather Kirmes immer bekannter und nahm im Laufe der Jahre immer mehr die Form eines Volksfestes an.

Eine besondere Attraktion war der Frühschoppen am Kirmesmontag, an dessen Höhepunkt alles, was im Zelt war, mit der Kapelle eine Polonaise mit anschließender Bachwanderung macht. Den Abschluss bildete dann der Kirmesdienstag mit dem traditionellen Hahnenköppen und anschließendem Hahnenball mit großer Verlosung.

Im Jahre 1949 waren die Vorschriften schon nicht mehr so streng, aber Gewehre durften trotzdem nicht benutzt werden. Die Friesenrather Schützen liehen sich in Niederforstbach bei den Vincenz-Bogenschützen Armbrüste, um den Vogel von der Stange zu holen. Dieses Schießen fand auf der Wiese hinter dem Kränchen (Breuers Wiese) statt. Hier war Georg Budke erfolgreich und wurde König. Diese beiden verdienen besondere Erwähnung, weil sie die einzigen sind, die ihre Königswürden nicht mit dem Luftgewehr errungen haben.

1950: 1. Vorsitzender Peter Schmitz. In den nächsten Jahren fand ein aktives Vereinsleben in Friesenrath statt. Der erste Vereinsausflug wurde 1951 mit Omnibus und Hänger der Deutschen Bundesbahn zur Ahr und an den Rhein durchgeführt. Es nahmen 62 Personen teil, die Älteren im Triebwagen, die Jüngeren im Anhänger.

1954: Schützenfest des Grenzlandschützenbundes in Friesenrath. Im Protokollbuch wurde dazu folgendes vermerkt: „Nach dem Großen Zapfenstreich und der Gefallenenehrung am Samstag, gespielt durch die Musikkapelle Beißel in Verbindung mit dem Trommlerkorps Edelweis Walheim, wurde dem Herrn Bundesmeister Willi Scholl die neu beschaffte Plakette bei einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt überreicht. Dank der guten Vorarbeitung der Mitglieder und der disziplinierten Haltung der Gäste, konnten dem Herrn Major 17 Vereine für den Festzug gemeldet werden. Um 15.55 Uhr konnte das Schießenbeginnen. Die Preisverteilung konnte noch bei Tageshelle vorgenommen werden, wobei folgende Vereine bzw. Personen Sieger waren: 1. Preis: Schützenbruderschaft Walheim, 2. Preis: Schützenbruderschaft Oberforstbach, 3. Preis: Schützenbruderschaft Dorff, Königspreis: Schützenkönig Dorff, Kommandantenpreis: Lichtenbusch, Präsidentenpreis: Brand. Im Zelt war reger Betrieb und Störungen waren keine zu verzeichnen.“

In der Folgezeit wurde der Schießsport mit Intensität betrieben. Erfolge blieben nicht aus. Willi Scholl wurde 1963 Bezirkskönig und Horst Emonts 1965 und 1971. Die Friesenrather errichteten auf dem Gelände Tournay im Anschluss an die alte Webhalle einen Schießstand, der am 15. Mai 1965 durch den Vorsitzenden Peter Schmitz und Schießwart Josef Schins in Betrieb genommen wurde.

Im Jahre 1965, sollte das 2. Bundesschützenfest des Grenzlandschützenbundes in Friesenrath stattfinden.

Die hierzu gehörende Delegiertentagung fand im neuen Schießstand in Friesenrath statt. Das Bundesschützenfest wurde vom 19. bis 22. August 1965 in Friesenrath gefeiert. Beim Festabend wurde der 1. Vorsitzende Peter Schmitz und die langjährigen Vorstandsmitglieder Wilhelm Kremer und Josef Schins vom Zentralverband der deutschen Schützen geehrt.

1965: 1. Vorsitzender Willi Scholl. Er löste im Oktober Peter Schmitz nach 15 Jahren ab, der nun zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Ein weiteres Bundesschützenfest des Grenzlandschützenbundes wurde 1969 in Friesenrath abgehalten.

Den absoluten Höhepunkt im Schießsport, erreichte bisher unser heutiger 1. Vorsitzender Robert Walther. Im Jahre 1974 erreichte er die Bezirks- und am 21. bis 22. September 1974 in Coesfeld die Diözesankönigswürde der Diözese Aachen, die er 1974 bis 1975 würdig vertreten hat. Durch die Friesenrather Schützen, wurden die erforderlichen Feste, wie Standartenübergabe und das Diözesankönigsfest in Walheim, mit Stolz und Freude organisiert. In der Folgezeit wurden zahlreiche Verpflichtungen in der gesamten Diözese Aachen wahrgenommen.

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1976: 1. Vorsitzender Robert Walther. Durch den Grenzlandschützenbund Aachen-Land-Süd wurde das sportliche Schießen eingeführt und die ersten Bruderschaftsvergleichskämpfe 1977 ausgetragen. Hierbei stellten wir schnell fest, dass der vorhandene Schießstand mit 3 Schießständen nicht mehr ausreichte. Im Jahre 1977 reifte dann die Idee, eigene Räumlichkeiten mit genügendem Platzangebot zu schaffen. Doch wegen der schlechten finanziellen Lage des Vereins blieb es vorläufig nur eine Idee, worüber nur ein begrenzter Kreis informiert war, doch wurde sie später, wenn auch mit anfänglichen Schwierigkeiten doch verwirklicht. In der Zeit vom 12. Dezember 1980 bis zum 5. Februar 1982, wurde das Schützenhaus in Eigenleistung errichtet. Von insgesamt 45 Mitgliedern wurden ca. 6740 Arbeitsstunden geleistet, wobei sich einige Mitglieder sehr hervorgetan haben. Durch die verbesserten Trainingsmöglichkeiten konnten die Schießerfolge stabilisiert werden. Somit schießt unsere erste Schützenmannschaft seit 1980 bis heute in der höchsten Klasse (Diözesanklasse).

Die ersten weiblichen Mitglieder wurden 1977 in unsere Bruderschaft aufgenommen und schon 1978 konnte erstmals in der Vereinsgeschichte eine Dame, Frau Ursel Jansen, die Königswürde erringen.

Im August 1983 wurde in Friesenrath ein Bezirksschützenfest des Grenzlandschützenbundes Aachen-Land-Süd mit dem dazugehörigen Ehrenabend, Festzug und Schießwettbewerb abgehalten.

In diesem Jahr 1983, wurde auch die ehemalige Wasserversorgung für Friesenrath, das sogenannte Kränchen wieder ausgegraben und neu aufgebaut. Es befindet sich an der Bundesstrasse B258 in der Nähe der Bushaltestelle.

Das 75jährige Stiftungsfest der Bruderschaft wurde im August 1986 gefeiert.

Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen, konnten wir 1995 das 2. Bezirksschützenfest des Grenzlandschützenbundes
Aachen-Land-Süd vom 18. bis 21. August abhalten.

Doch die weitaus größte Leistung war der Bau unserer Schtzenhalle mit acht Schießständen, einem Schankraum und einem ausgebauten Obergeschoss, wo Versammlungen und vor allen Dingen Feierlichkeiten abgehalten werden. Diese Halle ist ausschließlich in Eigenleistung gebaut worden, wobei sich auch einige Schützen sehr hervorgetan haben, und man darf mit Recht sagen, dass die Friesenrather Schützen stolz sein können, eine solch schöne Halle zu besitzen. Insgesamt wurden von 45 Schützenmitgliedern ca. 6.740 Arbeitsstunden
geleistet. Für diesen kleinen Ort war das eine enorme Leistung.

Die regelmäßigen jährlichen Aktivitäten unserer Bruderschaft sind: Pflege des Schießsports auf einem 8-Bahnen Schießstand, Ermittlung eines würdigen Schützenkönigs durch Vogelschuss, Gestaltung des Patronatsfestes zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Bruderschaft, Kirmesfeierlichkeiten in einem Festzelt, sowie die Gestaltung des Martinszuges in Friesenrath.

Quelle: 10 Jahre sportliches Schießen im Grenzlandschützenbund Aachen-Süd + Geschichtsverein Hahn/Friesenrath

 

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